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„Hummel Hummel“

Ganz niedlich fand ich das Fenster in einem der zahlreichen Fachwerhäuser in Stratford-upon-Avon: Fein aufgereiht ist da eine Anzahl der „urdeutschen“ Hummelfiguren zu sehen.
Was ich übrigens nicht wusste: Viele der Hummelfiguren enstanden in der Zeit des Nationalsozialismus, von dem ja das Ideal von blonden, blauäugigen Deutschen propagiert wurde. Die kleinen (kitschigen) und völlig unpolitisch daherkommenden figürlichen Darstellungen von niedlichen und manchmal pummeligen Kindern wurden daher sehr kritisiert und von der Kunstkritk der Nationalsozialisten als „wasserköpfige Wichtel und klumpfüßige Dreckspatzen“ bezeichnet.
Ich wusste auch nicht, dass die Schöpferin dieser Figuren, Maria Innocentia Hummel, eine franziskanische Ordensschwester war.
Es gibt ungefähr 400 unterschiedliche Figuren. Der Erfolg war – auch international – riesengroß. Noch heute kommen z. B. in den USA zu „Hummel-Events“ zehntausende Besucher; ein Fan-Club dort hat sage und schreibe 200.000 Mitglieder.
Kaum zu fassen.

Das alles lernt man, wenn man im Ausland „deutsche“ Hummelfiguren findet. Reisen bildet eben …
🙂

stratford-hummel1a

 

 

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