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Duisburger Innenhafen

Ich liebe die Industrielandschaft Ruhrgebiet mit all ihren Aspekten vom idyllischen Naturschutzgebiet bis hin zur spektakulären Umwälzung und Neuwidmung von Landschaft, wie sie z. B. auf der Zeche Zollverein in Essen zu erleben ist, am Phönixsee in Dortmund-Hörde oder im Industriepark Nord in Duisburg.

Der Duisburger Innenhafen, am dem ich ab und an gerne entlanggehe und von dem aus man nun in einem schönen Spaziergang am Wasser bis hin zur Innenstadt kommt, gehört sicherlich zu diesen spektakulären Projekten, in denen Industrielandschaft  umgebaut wurde zu etwas Neuem – nun ganz anders und in erstaunlicher Unterschiedlichkeit genutzt.
Über ein Jahrhundert war der Duisburger Innenhafen der zentrale Hafen- und Handelsplatz der Ruhrgebietsstadt. Seit Mitte der 1960er Jahre verlor der Hafen zunächst an Bedeutung und lag danach für 20 Jahre brach, ehe ein Strukturwandel einsetzte. Maßgeblich daran beteiligt war 1994 der britische Architekt Lord Norman Foster.
Heute findet sich sich am Innenhafen in moderner oder restaurierter Archtitektur ein verblüffend gut funktionierender Mix aus Verwaltungsgebäuden, Freizeit-Gastronomie, Kultur (Museen, Synagoge, „Garten der Erinnerung“, Landesarchiv) und Wassersportmöglichkeiten. Der Innenhafen ist heute ein Industriedenkmal und Teil der Route der Industriekultur.

 

DuisInnen01Blick vom östlichen Ende des Innenhafens, nahe der Küppersmühle (Museum für moderne Kunst), über das Hafengebiet

 

DuisInnen03H2-Office ist der Name der beiden Gebäude, die in ihrer Form an einen Katamaran erinnern und damit ihre Verortung am Wasser gestalten. Von oben betrachtet sehen die Bürohäuser wie ein “H” aus: H²-Office.

 

DuisInnen04Der Innenhafen wird durch die Straße „Am Innenhafen“ quasi zweigeteilt. Eine Art Arena mit Sitzplätzen liegt am Beginn des westlichen Teils des Hafengebiets.

 

DuisInnen05Geht man weiter gen Westen und Richtung Innenstadt am Wasser entlang, so findet man linker Hand die Synagoge und den Garten der Erinnerung.

 

DuisInnen08Die sog. Buckelbrücke, eine Fußgängerbrücke, führt zur Marina, den Büro-Gebäuden „Five Boats“ (oben, Blick nach Osten).
Das untere Bild zeigt den Blick gen Westen mit dem Hitachi Tower und dem in einem alten Speichergebäude untergebrachten Landesarchiv – einem von dreien in NRW -,  Hauptsitz und Abteilung Rheinland.

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DuisInnen09Hier sieht man das Landesarchiv aus größerer Nähe. Das Gebäude hat fast etwas Sakrales und ähnelt den monumentalen Kirchenbauten der Backsteingotik im Nord-Osten Deutschlands und in Polen.
Links sind die vier Türme der Schwanentorbrücke zu erkennen. Sie ist eine von drei Hubbrücken Duisburgs.

 

DuisInnen10Auf dem Rückweg gegen Abend zeigen sich die Motive, die gegen Mittag in der gleißenden Sonne strahlten, in anderem, weicherem Licht.

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