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Weihnachtsmärkte allerorten – Lüneburg

Um das Fazit vorwegzunehmen: Lüneburg ist eine wirklich bezaubernde Stadt, aber speziell wegen des Weihnachtsmarktes dorthin zu fahren, das lohnt meiner Meinung nach nicht – allen Anpreisungen des Stadtmarketings zum Trotz.

In Lüneburg einige Tage zu verbringen, wie wir es im Dezember 2015 getan haben, das lohnt sich immer, weil die Stadt wirklich schön ist. Von daher bringt sie theoretisch auch die besten Voraussetzungen mit, Weihnachtmärkte stimmungsvoll in Szene zu setzen. Das geschieht aber leider nicht. Vielleicht verlässt man sich zu sehr auf die Wirkung der idyllischen Szenerie.
Der Rathausplatz – sehr schön, aber nicht sehr groß – behebergt eine Reihe von Buden, meist Glühwein- und Essbuden, daneben wenige andere und ziemlich banale Angebote –  und ein Karussell. Dann gibt es ein paar Straßenzüge weiter noch ein paar Buden – meist Glühwein- und Essbuden, daneben wenige andere und ziemlich banale Angebote – und an der St. Johanniskirche – man errät es: ein paar Buden – meist Glühwein- und Essbuden, daneben wenige andere und ziemlich banale Angebote.
An bestimmten Wochenenden gibt es auch noch in einzelnen abgeschlossenen Höfen „Weihnachtsmärkte“ – meist auch nur erweiterte Glühweinbuden.
Also Glühwein gibt es genug in Lüneburg.
Wenn wenigstens die Essbuden Abwechslung böten, aber neben Bratwurst, Pommes und Reibekuchen gab es so gut wie nichts anderes.
Gerade am Wochenende haben wir etliche Tagestouristen erlebt, die mal kurz über den kleinen Weihnachtsmarkt am Rathaus gegangen sind und dann herumgefragt haben, wo denn nun der „richtige“ Weihnachtsmarkt sei. Tja.

Was mir allerdings ganz gut gefallen hat, war das Beiprogramm vor allem der Kirchen, sei es die spezielle Beleuchtung in St. Nicolai oder die kurzen Chorauftritte in der Johanniskirche. Das alles aber fand immer abends statt, so dass die Tages- und Bustouristen davon meist nichts mitbekamen.
Ich will den Weihnachtsmarkt von Lüneburg natürlich nicht mit dem großer Städte vergleichen, aber auch Orte vergleichbarer Größe wie Celle, Quedlinburg oder vor allem Goslar oder auch das kleine Hattingen schaffen es, deutlich ansprechendere Märkte zu gestalten. Man muss ja auch überhaupt nicht diesen oft gar nicht adventlichen Aufwand betreiben. Wenn aber eine Stadt für sich in dem Maße wirbt wie Lüneburg: „Wunderschöne Weihnachtsstadt Lüneburg„, dann sollte schon etwas mehr Substanz dahinter sein – zumindest im Sinne einer größeren Vielfalt und Attraktivität des Angebotenen.

Fazit also: siehe oben …
Wir werden sicher wieder einmal ein paar Tage in Lüneburg verbringen – nicht aber im Advent.

 

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luene-weih-2015-10Bilder oben: Rathausmarkt

 

 

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luene-weih-2015-15Bilder oben: Am Sande

 

 

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luene-weih-2015-04Bilder oben: An der St. Johanniskirche

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