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Magdeburg – Feierbridge

Bei unserem Besuch in Magdeburg war ich ganz fasziniert von der dortigen Hubbrücke über die Elbe. Als wir dort waren, schienen viele Magdeburger Jugendliche Schulabschlüsse oder ähnliches gemacht zu haben. So gab es etwas zu feiern – zudem war es Freitag. Wochenende!
Zuerst einzeln, dann in kleineren und auch größeren Gruppen kamen gegen Abend Jugendliche und junge Erwachsene auf die Brücke mit dem erkennbaren Ziel, es sich gutgehen zu lassen. Der Proviant – durchaus auch in flüssiger Form – wurde mitgebracht. Am späteren Abend war die Brücke voll belagert.
Feierbridge …
Die unter Denkmalschutz stehende Magdeburger Hubbrücke wurde in den Jahren 1846/47 für die Eisenbahnstrecke Potsdam-Magdeburg errichtet. Die Brücke ist eine eingleisige Eisenbahnbrücke, die anfangs noch eine Drehbrücke war und hat eine Gesamtlänge von 220 m. Durch den Anstieg des Schiffverkehrs, war die Schifffahrtsöffnung nicht mehr ausreichend. So wurde die Drehbrücke 1933/34 zur heutigen Hubbrücke. Der Wasserturm und die Brücke wurden am 16. April 1945 von deutschen Truppen gesprengt – 1946 hat man diese Bauwerke wiederhergestellt. Am 28. Februar 1998 kam dann die Streckenstilllegung. Aufgrund der defekten Hubvorrichtung wurde das Bauwerk im Juni 2001 im angehobenen Zustand arretiert.
Mit Unterstützung der Bevölkerung, die u. a. Geld für Holzbohlen mit individueller Gravur spendete, wurden Sanierungen vorgenommen. Am 31. August 2013 konnte die Brücke für Fußgänger wieder geöffnet werden und scheint sich großer Beliebtheit zu erfreuen. Sie wird zu den bedeutendsten Wahrzeichen Magdeburgs gezählt, und man hat einen schönen Blick auf den Magdeburger Dom von dort. Jetzt gibt es Überlegungen, die Brücke mit Farbe zu versehen – à la Piet Mondrian.

 

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